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    Aurich.

La Famiglia

Eigentlich wollte Sergio Casto Carabiniere werden, doch nun hatte er nur eine Wasserspritze in der Hand – Sergio war Tellerwäscher in Aurich. Der 17-jährige fing klassisch ganz unten an. 1978 war Sergio seinem Cousin nach Ostfriesland gefolgt, der sich dort als Pizzabäcker verdingt hatte.

„Ein echtes Abenteuer und für mich wie ein Sechser im Lotto.“, sagt Sergio heute, „ich kam ganz alleine aus meiner Heimat Apulien nach Deutschland, jetzt brauche ich für meine 6 Kinder einen Bus.“ 1989 kaufte er dann mit seinem Cousin das Lokal. Und weil das einmal gut geklappt hatte, verkaufte ihm sein damaliger Chef Dino gleich noch einmal eine Pizzeria, diesmal auf Norderney. Sergio war fortan der erste Italiener auf einer Nordseeinsel, der perfekt „platt snacken“ konnte, escusi – mit einem kleinen charmanten italienischen Einschlag natürlich.

Aus der klassischen Pizzeria „Bei Dino“ und dem Bierlokal „Blühende Schifffahrt“ wurde 2006 schließlich der Kultitaliener „da Sergio“. Aber was wäre Sergio ohne seine Arige. Als er die schöne Frau aus dem Libanon in Aurich kennenlernte, ahnte er, was kommen würde: „Arige ist temperamentvoll und tatendurstig. Sie hielt im Restaurant alle Zügel in der Hand, hat bannig viel Organisationstalent und zusammen konnten wir alles schaffen!“

Der charismatische Sergio schaffte es vom Tellerwäscher zum Könner im schwarzen Kochoutfit. Nachdem bereits Sergios Söhne Dennis, Michael und Claudio mit der Leitung der da Sergio-Restaurants in Aurich, Norden und Emden in die Fußstapfen ihres Vaters getreten sind, setzt nun auch seine Tochter Giulia die Familientradition fort: Sie lässt sich in einem Sterne-Restaurant zur Köchin ausbilden.

Sergio selbst geht für sein Leben gern schlemmen. „Ich lasse mich eben gerne inspirieren“, verrät der Chef de la Cucina. „Und das Auge isst mit, sagt man doch. Das Beste möchte ich an meine Gäste weitergeben.“ Was daraus folgt, ist ein Tipp für alle Feinschmecker: „Bei allem Alltagstrubel in der Küche habe ich einen Riesenspaß, ganz spontan ein Überraschungsmenü zu zaubern.“ 4-6 GÄNGE, lasst Sergio einfach machen!

Was Sergio selber gerne isst? „Ein schönes Nebraska Rib Eye Steak. Und aus dem Meer liebe ich leckeren Wolfsbarsch.“ Wenn dazu noch ein Gläschen bester Wein serviert wird und der AC Mailand und am besten auch Werder gewinnen, ist es perfekt.

Sergio ist ein Tifosi, ein Fußballliebhaber, und streichelt ab und an noch für die Alten Herren des TuS Norderney den Ball. Spitzname: „Franz“ Baresi, die Kenner wissen Bescheid. Der feine Gaumen verfügt auch über ein feines Füßchen.

Da passt es doch prima, dass die beiden Gastronomen aus Leidenschaft, Arige und Sergio Casto, immer wieder auch mal Prominenz aus der Fußballwelt begrüßen können. Aber ob Trainer oder Tatortkommissar, Ex-Kanzler oder – Präsident, Feriengäste oder Einheimische, die Castos und das „da Sergio“-Team versuchen jeden glücklich zu machen.

„Wir sind zufrieden, wenn die Gäste uns vertrauen“, sagt Arige. Sie ist die Chefin, kennt jeden, weiß um die Vorlieben. Einziges Problem: „Wir möchten für jeden ein guter Gastgeber sein, sind aber regelmäßig ausgebucht!“ Reservierungen sind täglich eine neue Herausforderung.

Aber Arige schafft es fast immer, eine Lösung zu finden. Die Castos und das „da Sergio“-Team sind zu einer Norderneyer Institution geworden.

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